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doku:linux_dirvish

Dirvish als Backuplösung

Mit dem Programm Dirvish kann man vom lokalen und entfernten Computern backups ziehen. Das schöne daran ist, dass man individuelle Verfallszeitpläne einrichten kann.

Man legt eine so genannte “bank” an, in dieser legt man Zeitpläne und die “Vaults”. Ein Vault ist im Grunde eine Quelle für Dirvish, damit es weis woher die Daten stammen.

Installation

aptitude install dirvish

Hauptkonfiguration

In der Datei /etc/dirvish/master.conf:

bank:
        /backups
exclude:
        lost+found/
        core
        *~
        .nfs*
        var/cache/apt/archives
        var/cache/man
        tmp
        var/tmp

Runall:
        lbkp_vs1     02:00
        lbkp_vs2     02:00
        fooobar      23:42

# Die taeglichen backups laufen nach 10 Tagen aus
expire-default: +10 days
expire-rule:
#       MIN HR    DOM MON       DOW  STRFTIME_FMT
        *   *     *   *         1    +2months
# und die woechtenlichen nach 2 Monaten

bank sagt wohin die Daten sollen, exclude legt zentral fest was nicht gesichert werden soll. Runall definiert die Vaults und Uhrzeiten wann das Backup des Vaults laufen soll. Mit den letzten statements kann man die Zeitpläne für das automatische Archivieren festlegen. In meinem Beispiel werden für 10 Tage komplett jeden Tag ein Backup vorgehalten. Und für zwei Monate lang bleibt von jedem “DOW 1” also Sonntags ein Backup bestehen.

Konfiguration eines Vaults

Für jedes Vault muss innerhalb der bank ein verzeichnis mit dem Namen des Vaults erstellt werden. Darin muss ein Verzeichnis namens “dirvish” existieren.

Da packt man die Datei “default.conf”. Also kurzum /backups/lbkp_vs1/dirvish/default.conf:

client: zentrale
tree: /
xdev: true
index: gzip
image-default: %Y%m%d

client sagt uns den hostnamen (z.B. foobar.beispiel.de), tree sagt welches Verzeichnis (mit Unterverzeichnissen) und xdev: true sorgt dafür, dass dirvish auf einem Dateisystem bleibt. (Also z.B. /proc und /dev auslässt). Index: gzip holt ein paar kb für den Index aus, image-default gibt das Schema für die Namensgebung der einzelnen Verzeichnisse Backuptage an.

Sonstiges

Nachdem man alles konfiguriert hat, muss man einmalig die Vaults erstellen lassen (pro Vault also einmal ausführen). Das geht mit:

dirvish --vault lbkp_vs1 --init

* Dokumentation: http://www.dirvish.org/docs.html

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